Wohnungseinrichtung im Erbfall

Vielen denken bei einer Erbschaft erst mal an Immobilien und Banknoten, allerdings können auch andere Dinge vererbt werden und so auch die Wohnungseinrichtung. Dabei ist es auch komplett egal, ob es sich um eine teure Vase, wertvollen Porzellan oder die Belichtung handelt – es kann alles vererbt werden. In vielen Fällen kommt es dann zum Streit wer die wertvollsten Gegenstände bekommt – doch wie ist hier eigentlich die Rechtslage? 

Im Testament wird oft nicht klar formuliert, welches Familienmitglied welche Dinge bekommen soll und dann muss eine Auslegung der letztwilligen Verfügung erfolgen. Es hängt dann davon ab, ob der, der die Wohnung erbt, auch den gesamten Inhalt bekommt oder aber ob jemand anderen den Hausrat bekommt. Zum Hausrat gehören genauso große Dinge wie Betten, Couch und teures Porzellan wie auch kleinere Anschaffungen wie Led Spots, Stehlampen, LED wandeinbaustrahler, Küchenzubehör und Co. Generell gilt ohne Testament die gesetzliche Erbfolge.

Dazu gehört erst mal der Ehegatte des Verstorbenen und dieser hat auch den kompletten Anspruch. Dieser bezieht sich auf die im Haushalt des Erblassers gehörenden Gegenstände. Der Ehemann oder die Ehefrau darf dann all das an sich nehmen, was der Gatte oder die Gattin hinterlassen hat. Hiermit sind also Möbel, Haushaltsgeräte, Teppiche, Bücher, CDs und auch Kleidung und Schmuck gemeint. Es gibt allerdings eine Voraussetzung hierfür, und zwar, dass die beiden Parteien gemeinsam einen Haushalt geführt haben. Falls neben der Witwe oder dem Witwer auch Kinder erben, kann sich der Ehepartner trotzdem erst all das nehmen, was er möchte und erst dann dürfen die Kinder schauen, was sie gebrauchen können.

Wenn es um die Steuern geht, so sollte man sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandersetzen, um nichts falsch zu machen. Es gibt hier nämlich einige Besonderheiten, die man beachten sollte. Es gibt auch für gewisse Vermögenswerte Freibeträge und Ausnahmen, allerdings greifen diese nicht immer. Hier kann man sich auch einfach mit seinem Steuerberater kurzschließen, um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Bei dem Hausrat kann man pauschal sagen, dass es einen Freibetrag bis zu 41.000 Euro gibt, wenn man ein naher Angehöriger ist. Für sonstige Personen liegt dieser Betrag bei 12.000 Euro. Wenn entfernte Verwandte oder Freunde erben, können sie diesen Freibetrag oft gut gebrauchen, denn hier liegt der Freibetrag für Personen gerade einmal bei 20.000 Euro wohingegen Kinder und Ehepartner einen Freibetrag von 400.000 Euro haben. Es lohnt sich also auf jeden Fall sich zu informieren.